Die neue Bundesregierung will in Deutschland bis 2025 flächendeckend Gigabit-Netze mit der Glasfaser aufbauen und hat die die Förderung der nicht mehr zeitgemäßen Vectoring-Technologie eingestellt. Ein wichtiger Baustein zum Erreichen dieses sehr ambitionierten Zieles sind Projekte, die auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau setzen und dabei ohne staatliche Förderung und Steuergelder auskommen. Davon könnte auch bald die Stadt Münster profitieren, in der die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden schnelles Internet bisher zumeist nur vom Hörensagen kennen. Die BBV Rhein-Main aus dem benachbarten Dreieich will dies ändern.

Die regionale Tochter der BBV Deutschland plant in Münster sowie den Ortsteilen Breitefeld und Altheim den Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes mit der besten Zukunftstechnologie für die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Gewerbetreibende bis in die Wohnungen und Büros. Insgesamt adressiert der Betreiber mit seinem Glasfasernetz dabei fast 5.000 Privathaushalte und Firmen. Das Projekt wird von der BBV gemeinsam mit finanzstarken internationalen und deutschen Partnern aus der Privatwirtschaft vollständig finanziert, die in Münster acht Millionen EURO investieren wollen. Der Kommune würden dabei keine eigenen Kosten entstehen.

„Wir alle haben eine Verantwortung für die jüngeren Generationen und dürfen nicht weiter tatenlos zusehen und diese Verantwortung weiterhin in die Zukunft verlagern. Denn beim Breitband und der Digitalisierung liegt Deutschland unter allen Industrienationen auf den letzten Plätzen. Die zeitnahe, rasche großflächige Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandzugängen ist eine zwingende Notwendigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit dieser Region als Wirtschafts- und Wohnstandort und soll allen hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern gleiche Möglichkeiten bieten, sich über das Internet am sozialen und wirtschaftlichen Leben zu beteiligen“, erklärt Manfred Maschek, Geschäftsführer der Muttergesellschaft BBV Deutschland. „Der Weg dorthin ist nicht leicht. Bei der Realisierung des Projekts ist unser Unternehmen auf die Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibender sowie lokaler Vereine angewiesen, da die Kommunikation der zahlreichen Vorteile der Zukunftstechnologie Glasfaser kein Selbstläufer ist. Dies hat sich bisher bundesweit bei allen Glasfaserprojekten unseres Unternehmens und unserer Wettbewerber von den großen Festnetzbetreibern bis hin zu lokalen Stadtwerken gezeigt.“

Damit die BBV das Netz wirtschaftlich sinnvoll ausbauen kann, ist ein genügend hohes Interesse der Privathaushalte, Unternehmen und Gewerbetreibenden in Münster an der Glasfaser notwendig. Dieses Interesse will die BBV Rhein-Main im ersten Schritt erkunden und Ende September mit der Vermarktung des geplanten Netzes beginnen. Sollten dabei genügend Verträge zusammenkommen und die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus gegeben sein, steht der Glasfaserstadt Münster trotz der parteipolitisch unterschiedlichen Interessenlage nichts mehr im Wege. Dann könnte in Münster eines der modernsten großflächigen Breitbandnetze Deutschlands entstehen.

Ausführliche Informationen zum Glasfaserprojekt wird das Unternehmen Mitte kommender Woche geben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden können sich einen ersten Eindruck über die Vorteile und Möglichkeiten der Glasfaser, die Kosten sowie die Rahmenbedingungen verschaffen. Denn die BBV Rhein-Main führt am Mittwoch, 26. September 2018, 19.00 Uhr, in der Kulturhalle, Friedrich-Ebert-Str. 73 eine erste Informationsveranstaltung durch.

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