• 300.000 Euro Investition
  • Erste Neukunden bereits freigeschaltet
  • BBV ist dringend auf Rückmeldung von bis zu 300 Kunden angewiesen
  • 3-4 Monate Tiefbauarbeiten für den Anschluss von 250 Kunden nötig

 Römerberg, 30. Oktober 2022 – Die Zahl der Glasfaserhaushalte und -betriebe in der Gemeinde Römerberg wird sich in den kommenden Monaten fast verdreifachen. Insgesamt hatten sich im Frühjahr im Zuge einer Nachvermarktung des Netzbetreibers BBV Rhein-Neckar knapp 1.000 Haushalte und Betriebe für einen in der Regel kostenlosen Haus- und Glasfaseranschluss entschieden. Das Unternehmen hatte vor sechs Jahren das von der damaligen insolventen Telefunken gebaute Glasfasernetz mit rund 550 Kunden übernommen und starte kürzlich mit dem Anschluss erster Kunden an das Netz. Im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterten heute der BBV-Landesbeauftragte Manfred Scharfenberger, Pressesprecher Thomas Fuchs und Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann die anspruchsvollen notwendigen Arbeiten für die Nachverdichtung des Glasfasernetzes in Römerberg.

Oberstes Ziel für die notwendigen Anschlussmaßnahmen sei es, diese möglichst sanft mit überschaubaren Eingriffen in den Straßenverkehr und das Umfeld der fast 1.000 neuen Privat- und Geschäftskunden auszuführen. Den dafür benötigten Investitionsaufwand bezifferte die BBV auf rund 300.000 EURO, die eigenwirtschaftlich finanziert werden. Die ursprünglichen Aussagen seitens der BBV, mit dem Ausbau bereits im August beginnen zu können, haben sich bei näherer Sichtung der Dokumentationen und den ersten Straßen- und Hausbegehungen der in den Jahren 2015 und 2016 verlegten Infrastrukturen zerschlagen. Denn der Optimierungsbedarf für das bereits vorhandene flächendeckende Glasfasernetz war deutlich höher als ursprünglich angenommen. Während sich nach heutigem Stand etwa 750 Kunden ohne hohen baulichen Aufwand an die in den Straßen vorhandenen Glasfaserinfrastrukturen anschließen lassen, sind für 250 Kunden damit zusätzliche Tiefbauarbeiten und Eingriffe in Bürgersteige und Straßen notwendig.

„Die Gespräche für die demnächst startenden Tiefbauarbeiten mit einem bekannten Generalunternehmen aus der Region sind weit fortgeschritten. Die Baumaßnahmen sollten, wenn das Wetter mitspielt drei bis maximal vier Monate dauern. Aber wir gehen auf den Winter zu und dadurch könnte es zu Verzögerungen kommen. So kann in den Wintermonaten nicht asphaltiert werden, da die entsprechenden Werke geschlossen sind“, erläuterte BBV-Pressesprecher Thomas Fuchs Gründe für mögliche von der BBV nicht zu beeinflussende Verzögerungen.

Nach dem Abschluss der notwendigen Feinplanungen laufen bereits seit einigen Wochen Anschlussmaßnahmen und konnten die ersten Haushalte an das Netz genommen werden. „Der sinnvoll geplante Anschluss von Neukunden in der seit dem Ausbau weiter gewachsenen Gemeinde ist nicht trivial und wir sind dabei auf die Mithilfe der Kunden angewiesen, um nicht punktuell, sondern strukturiert Straße für Straße angehen zu können. Es macht überhaupt keinen Sinn jeden Tag in verschiedenen Straßen mit den Arbeiten zu beginnen, mit den Maschinen dann immer wieder umzuziehen und einige Tage später wieder aufzutauchen. Dies verzögert die Maßnahmen ungemein und ist für niemanden effizient. Doch gerade dies passiert aktuell, denn wir konnten mit fast 300 Kunden noch gar keine Termine absprechen, da diese schlicht nicht erreichbar waren“, berichtet der BBV-Landeskoordinator Manfred Scharfenberger über ungewollte weitere Verzögerungen. Die Absprachen vor dem Anschluss eines Gebäudes seien aber zwingend erforderlich, um die Leitungsführung in den Keller und vor allem die Termine festzulegen, an denen die Arbeiten erfolgen können.

Die BBV hat daher eine Service-Telefonnummer (06103 20764-94) und eine Email-Adresse (support@bbv-rhein-neckar.de) für alle Kunden eingerichtet, die einen Vertrag mit der BBV abgeschlossen haben, jedoch bisher noch nicht erreichbar waren, keinen Kontakt hatten oder selber aufgenommen haben. Insbesondere bittet die BBV diese Kunden darum, die nachfolgenden vier Fragen zu beantworten, um den richtigen BBV-Mitarbeiter zu ihnen schicken zu können:

  • Gibt s in Ihrem Haus schon einen funktionierenden Glasfaseranschluss?
  • Wurde bei Ihnen schon ein Tiefbau für Glasfaser bis zum, oder in das Haus hergestellt?
  • Befindet sich im Haus (Innenseite Kellerwand, zur Straße) bereits ein Leerrohr (Querschnitt 7- 10 mm)?
  • Befindet sich im Haus (Innenseite Kellerwand, zur Straße) ein Röhrchen (Querschnitt 7- 10 mm), welches in einem Kästchen endet.

Wie Scharfenberger und Fuchs weiter erklärten, sei es das Ziel der BBV die bereits begonnen Tätigkeiten möglichst rasch in enger Abstimmung und Koordination mit allen Kunden zu realisieren. Dies umfasst ausdrücklich auch alle notwendigen Abstimmungen der Tiefbauarbeiten mit der Ortsgemeinde und dem Ortsbürgermeister. Über den Baufortschritt der überschaubaren Tiefbauarbeiten sollen alle Bürgerinnen und Bürger von Römerberg zeitnah über die Kommunikationskanäle der Gemeinde informiert werden. Mögliche Behinderungen und Einschränkungen durch Tiefbaumaßnahmen bittet die BBV zu entschuldigen.

Die Frage, ob die BBV den Netzzugang auch für Wettbewerber öffne, beantworteten beide mit Ja. Dies hänge aber von deren tatsächlichem Interesse ab.

Gleichzeitig machten beide auf die Tatsache aufmerksam, dass hier tatsächlich 1.000 Haushalte und Betriebe zusätzlich ohne Förderung und Steuergelder einen weitestgehend kostenfreien Glasfaserzugang erhalten, den das Unternehmen und seine Anteilseigner komplett selber finanzieren. Angesichts des Förderstopps und der erwarteten deutlich strikteren Förderung ab 2023 seitens der Bundesregierung sei dies jedenfalls die bessere Alternative, als letztlich erst, wenn überhaupt in vielen Jahren eine Glasfaserzugangsmöglichkeit zu erhalten.

 

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